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Trümmer, Träume, Neues Leben - Sachsen nach dem Krieg

Artikelnummer: 3937025103
Trümmer, Träume, Neues Leben - Sachsen nach dem Krieg
4,99 €

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Trümmer, Träume, Neues Leben - Sachsen nach dem Krieg
Artikelnummer: 3937025103

Dieses Buch ermöglicht Ihnen einen lehrreichen Blick in die Nachkriegszeit, ohne zu beschönigen oder zu verklären, sehr wohl aber berührend!

Für ihr Buch über die Nachkriegszeit 1945 - 1949 in Chemnitz und Umgebung haben die "Freie-Presse"-Redakteurinnen Eva Prase und Kristina Hofmann zusammen mit dem Fotografen Ulf Dahl Zeugen jener Zeit aufgespürt und nach ihren Erinnerungen an die Nachkriegszeit befragt. Entstanden ist ein Buch, das ein lebendiges und facettenreiches Bild jener Jahre zeichnet.

Werner Lachmann war in Auschwitz - nicht jeodch als Häftling des Konzentrationslagers. Gerade 16 Jahre alt, geriet er nach dem Krieg in sowjetische Gefangenschaft und musste Teile der Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und Monowitz mit abbauen. Erlebnisse, die sich ihm tief ins Gedächtnis gebrannt haben und ihn bis heute  "bisweilen nachts aus dem Schlaf" schrecken lassen.  

Der Krieg war nach Deutschland zurückgekehrt. Leid, wie es Deutsche in der halben Welt verursacht hatten, traf nun die Deutschen selbst. Zerstörte Wohnungen und Häuser, kaum Lebensmittel, viele Männer in Gefangenschaft. Es ist die Zeit der Not, der Verzweiflung, der Hoffnungslosigkeit. Aber das Leben muss weitergehen, und es geht weiter. Trotz aller Entbehrungen ist es auch die Zeit der Hoffnung, der Träume von einem friedlichen Leben. In sechs Kapiteln zeichnen die Autorinnen die erlebte Geschichte dieser Jahre nach.

Da ist Leopoldine Wagner aus Freiberg, die sich in der Nazi-Zeit ihre christliche Menschlichkeit bewahrt hatte, Zwangsarbeiterinnen und Jüdinnen der KZ-Außenlager half, und die nach dem Krieg etwas von jener Menschlichkeit zurückbekommt. Da ist die Krankenschwester Ilse Thierbach, die nach dem Dienst in der Klinik Ziegelsteine klopft, die Chemnitzer Ärztin Gertrud Korb, die sich an eine komplizierte Operation im noch zerstörten Krankenhaus wagt und Erfolg hat. Da sind Lore und Helmar Lesch, die als Neulehrer die "Zeit des Aufbruchs", wie sie sagen, mitgestalten. Der Dichter Reiner Kunze erzählt, wie ihn auch Zufälligkeiten jener Zeit geprägt haben; der Maler Will Schestak erinnert sich daran, wie er 1948 den "Kannibalen vom Sonnenberg" im Gerichtssaal zeichnete. Die heute weithin berühmte Eiskunstlauftrainerin Jutta Müller berichtet von ihren Anfängen als "Untermann" in einer Rollschuhnummer, Wolfgang Leonhard beschreibt die Anfänge der Stalinisierung der späteren DDR.

In 40 mit vielen Fotos und Dokumenten bebilderten Geschichten aus ganz Südwestsachsen gelingt es den Autorinnen, Geschichte sehr gegenwärtig darzustellen, in dem sie die persönlichen Erinnerungen ihrer mehr oder weniger berühmten Gesprächspartnerinnen und -partner als etwas Wertvolles, Bewahrenswertes behandeln, das wissenschaftliche Geschichtsschreibung nicht ersetzt, aber auf berührende Weise ergänzt und bis in unsere Tage führt.

Verlag: Chemnitzer Verlag
Autor: Eva Prase, Kristina Hofmann, Fotos von Ulf Dahl
Erscheinungsjahr: 2005
ISBN: 978-3-937025-10-0